Dec 18, 2016

Frozen

Eines Sonntagnachmittags, Verena und ich nahmen eine kurze Auszeit und machten einen gemeinsamen Spaziergang im Lynn Headwaters Park, sahen wir einige Leute mit Schlittschuhen unter den Armen, wo es doch hier in der Nähe überhaupt keine Eisbahn gab. Dachten wir jedenfalls. Wir zählten 1 und 1 zusammen und kamen zum Schluss, dass der nahe Rice Lake gefroren war. Wir änderten kurzerhand die Route und machten en Abstecher zum See. Und tatsächlich, der See war mit einer dicken Schicht Eis (und ein paar Zentimeter Schnee) überzogen.


Es war schon Nachmittag und wir rechneten kurz wie lange es noch hell sein würde und checkten auch die Wettervorhersage: Für den nächsten Tag war Regen angesagt und die Kinder hatten sowieso noch Schule. Wir rechneten aus, dass es gleichentags noch für ein kurzes Abenteuer reichen sollte. So kürzten wir den Weg ab und gingen geradewegs zurück nach Hause. Sven und Jaël waren sehr beschäftigt, von meiner Idee total überwältigt und hatten null Bock das Haus (nochmals) zu verlassen, nachdem sie schon den halben Tag mit Schlitteln verbracht hatten! Da beide Kinder noch nie auf einem gefrorenen See gestanden hatten (Papa übrigens auch nicht), kamen noch Ur-Ängste auf und Argumente, dass schon viele Kinder ertrunken seien. Schliesslich, dank der Hilfe und grandiosen Geduld von Mutter Verena, schafften wir es doch noch die Kinder zu überzeugen und erneut in Skimontur zu kleiden.

Einmal beim See angekommen und die Schlittschuhe an den Füssen, war der Ärger verflogen und wir alle (!) genossen das neue, einzigartige Abenteuer.

Jaël auf einem verlassenen Hockey Feld. Mehrere Teams spielten gegeneinander auf improvisierten Feldern und mussten permanent aufpassen, dass der Puck nicht im tiefen Schnee verschwand.

Es war ein unglaublich schönes Erlebnis, um die kleinen Baumgruppen zu kurven, die sommers als Inseln unerreichbar sind. Auch konnte man einmal so richtig Gas geben und für mehrere hundert Meter mit vollem Tempo einfach geradeaus skaten...

Dec 17, 2016

Ski to Sea

Eigentlich heisst es "Sea to Sky" und wird als einprägsamer Name for den reizvollen Highway 99 zwischen Vancouver und Whistler benutzt.

Heute mache ich daraus Ski to Sea. Der Grund wird auf den nächsten Bildern klar :)

Von der Skipiste direkt runter zum Meer: Grouse Mountain bietet eine spektakuläre Sicht auf Vancouver.

Jaël vor einer wunderbaren Kulisse: Die Talstation vom Screaming Eagle Chair liegt auf 850m und gleich dahinter kommt der Hafen von Vancouver auf 0m :)

Tiefster Winter bei -12° Celsius, unten am Olympic Express Chair. Kalte Fingerspitzen und Zehen werden im "Peak Chalet" bei (und mit) einer Hot Chocolate wieder aufgewärmt.

"The Cut" bietet die beste Sicht auf Stadt und Meer. Eine wunderbar breite, gleichmässige (und beleuchtete) Piste - wie geschaffen für Familien und Carver 

Dec 11, 2016

Ein ganz normaler Skihügel...

...für die Kinder, aber ein sehr spezieller Hügel für Papa: Whistler Mountain, genialer Skihügel im Winter und einer der besten Bikeparks im Sommer.

Seit ich im 2003 zum ersten Mal mit Verena hier war, zieht mich dieses Dorf immer wieder magisch an. Genial gemacht: Marketing Abteilung von Whistler Blackcomb - offenbar entspreche ich genau deren Zielgruppe und bin besonders affin gegenüber dieser Art Outdoor-Werbung.

Willkommen im vor-weihnächtlichen Winterwunderland - Das Herz des Whistler Village ist autofrei und lädt zu einem gemütlichen "stroll" ein (bei kuscheligen -10°C)
Dank Black Friday Super-Deals (ok, dieser Sucht bin ich nun auch schon verfallen) und noch nicht Hochsaison-Preisen, gönnen wir uns ein Weekend in diesem superschönen, aber auch superteuren Skigebiet. Nur zum Vergleich: Ein regulärer Ski-Tagespass für eine erwachsene Person kostet CAN $139 (entspricht 107 Schweizer Franken). Und wohlverstanden: die Lifte stellen bereits um 3 Uhr Nachmittags den Betrieb ein. Kein Wunder stehen die Leute schon früh morgens Schlange vor der Gondelbahn. Aber genug gejammert... ;) Hier ein paar Impressionen:

Roundhouse Lodge - schon im Sommer 2010 haben wir die Peak 2 Peak Gondel benutzt.

Whistler Mountain - Immer noch ganz im Zeichen von Olympia 2010

Unser neuer Powderkönig: Sven liebt das Skifahren abseits der Piste im tiefen (!) Neuschnee und - ganz typisch für Kanada - mitten drin in den Bäumen, klassisches Ski "treeing", halt :) 

Phantastische Aussicht. Trotz Wolken (aber dank den vielen Bäumen) ist die Sicht auf der Piste sehr gut.





Ich fahre immer noch mein gutes altes Option Charger - handmade in Canada :)
Mit dem Option bin ich in guter Begleitung und zähle schon fast zu den Locals ;)
In 2005 in Revelstoke, BC aus einer Notlage heraus gekauft, als das alte Board "plötzlich" den Geist aufgegeben hat...



Nach der ersten Abfahrt schnell noch eine Gesichtsmaske gekauft.
Jetzt als Bandit verkleidet, aber gut geschützt in der Kälte unterwegs.

Tiefster Winter schon Anfangs Dezember. Auf halber Höhe (auf 1'650m.ü.M.) liegen schon 165cm Schnee. Kumuliert hat es diesen Winter breeits über 3m Schnee hingelegt.

Zu guter Letzt noch dies: Es hat ja viel geschneit in letzter Zeit. Sogar in Vancouver selbst gab es Schnee, was aussergewöhnlich ist. Und gerade für Freitagnachmittag, dem Anreisetag, wurde ein Schneesturm vorausgesagt. Und Frau Holle hat tatsächlich kräftig ihre Kissen ausgeschüttelt. Schon die Fahrt von Vancouver nach Whistler auf schneebedeckter Strasse war nicht ganz einfach, aber trotzdem kamen wir zügig voran. Kein Vergleich zur Rückfahrt. Da ist sogar jeder Stau im Kandertal zwischen Frutigen und Spiez ein "Nasenwasser". Geschlagene drei Stunden haben wir benötigt, um die 60km zwischen Whistler und Squamish zurückzulegen... Wir konnten nicht mit Sicherheit eruieren, was die Ursache dieses gigantischen Staus war. Auf jeden Fall haben wir einige "zurückgelassene" Autos passiert, die etwas schräg am Strassenrand "parkiert" waren, was schon ziemlich aufschlussreich war. Schlussendlich sind wir dann alle müde, aber glücklich wieder zu Hause angekommen.

Eine endlose Blechlawine schleicht im Schritttempo zurück nach Vancouver

Dec 4, 2016

Meer, Berge und Schnee...

...liegen in Vancouver so nahe beieinander. Nach einer (erneut) total verregneten Woche war der Wetterbericht für den heutigen Sonntag der einzige Lichtblick. Noch am Samstag hatten wir auf Grouse Mountain Schneefall und Nebel. Nun ist es sonnig und superschön...

Grouse Mountain, unser neuer Hausberg. Zum Greifen nah...

Sicht vom Ambleside Park aus.

Von 0 auf 1'100 m.ü.M. (resp. vom Beach auf die Skipiste) in weniger als 30 Minuten. Das ist (fast) nur in Vancouver möglich :) 

Dec 3, 2016

Der Winter ist da - Update #2

Während es unten im "Tal" regnet und regnet, ist Frau Holle in den Bergen sehr aktiv und schüttelt kräftig ihre Kissen aus. Es sieht schon super winterlich aus, auch wenn die Schneefallgrenze zur Zeit nur knapp unterhalb der Bergstation der Gondel liegt.

Oben am Peak Chair

Sven (aka die Rakete) geht im Nebel sicher nicht verloren :)

Der Schnee fällt (noch) sehr nass und die Pisten sind hart, aber griffig. Wie Touristen nehmen wir die erst beste Abfahrt in Angriff. Obwohl es ein blaue Piste ist, stellt sich heraus, dass der Hang sehr steil ist - ähnlich der Piste vorn am Lavey unter der Sesselbahn. Verständlicherweise hatte Jaël einige Schimpfwörter für die Piste übrig... Trotzdem können wir sie zu einer zweiten Fahrt auf der einfacheren Heaven's Sake Piste motivieren. Schliesslich haben wir alle grossen Spass an dieser Piste und machen noch weitere Abfahrten. Nur ein Bärenhunger stoppt uns - und wie versprochen gibt es Pommes als Belohnung.



Nov 27, 2016

Der Winter ist da

Seit ungefähr Anfang Oktober kennt Verena nur noch ein Ziel: dem intensiven, andauernden und super lästigen Vancouver-Regen zu entfliehen. Für lange Zeit kam da zuerst (und ausschliesslich) der warme Süden in Frage. Wer jetzt an Kalifornien denkt liegt nicht weit daneben :) Denn ein Winterschlaf gönnen sich höchstens unsere beiden Grizzly Bären auf Grouse Mountain - für uns eher weniger geeignet.

Seit letztem Wochenende aber gibt es eine valable Alternative und liegt auf über 1'000 m.ü.M und heisst Winterwunderland. Denn auf allen "local Mountains", sprich Grouse Mountain, Cypress und Seymour liegt Schnee. Seit Anfang Winter hat es bereits über einen Meter geschneit und die Resorts haben sich eine Challenge geliefert, wer als erstes den Skibetrieb aufnimmt. Mittlerweile sind alle drei offen (auch ohne künstliche Nachhilfe). Und da wir schon im Sommer die Skipässe für Grouse Mountain gekauft haben, wollen wir doch mal entdecken wie der Winter in Vancouver aussieht...

Gleich zweimal am gleichen Wochenende zieht es uns in die Höhe: einmal zum Schlittschuhlaufen mit heftigem Schneefall und einmal zum Skifahren (ebenfalls mit Schneefall). Und da es bereits um 16 Uhr dämmert, kommt die vor-weihnächtliche Stimmung mit den typisch amerikanischen Lichtdekorationen besonders gut zur Geltung: Keine Mühe wurde gescheut die umliegenden Tannen in Tannenbäume zu verwandeln :)

Und weil es eben schon so früh dunkel wird, ist auch Nachmittagskifahren bereits Nachtskifahren. Aus diesem Grund sind alle grossen Pisten beleuchtet und bis um 10 Uhr abends offen. Täglich. Schon von weitem leuchten mir die Pisten entgegen, wenn ich nach der Arbeit nach Hause fahre. Daher ist der Grouse Mountain auch bei Touristen besonders beliebt (und dementsprechend busy). Und das kann ich gut verstehen: Die Aussicht auf die Stadt bei Nacht ist grossartig.

Sven hilft fleissig mit den Neuschnee vom Eisfeld zu befördern. Sieht eher nach Sisyphus Arbeit aus: Kaum sind die Helfer auf der einen Seite fertig, schon ruft es auf der anderen Seite wieder nach Arbeit. Wir alle haben auf jeden Fall viel Spass durch den Neuschnee zu skaten, die Grenzen auszuloten und die Skates (ohne Risiko) auch mal zu Skis umzufunktionieren und die kleinen Hügel runterzufahren. 

Dank "Sport Swap" ist die ganze Familie recht günstig mit Skis, Skates und Skikleidern ausgerüstet. Hier wird eher nicht für die Saison gemietet, dafür gebraucht gekauft (und später wegen "zu klein" im selben Geschäft wieder verkauft) 

Null Sicht. Zum Glück sind wir zum Schlittschuhlaufen gekommen (und nicht zum Skifahren) 

Unsere farbenfrohe Gang. Nach ein - zwei noch etwas unsicheren Fahrten schon wieder zu Schabernack aufgelegt. Mit jeder Fahrt wird man übermütiger, bis schlussendlich auch Jaël in der Hocke die anderen Skifahrer überholt. Am Schluss musste dann Papa den Stecker ziehen: Die Noch-nicht-Teenager waren kaum mehr zu stoppen. Wie heisst es so schön? Ich weiss, ich wiederhole mich: Ziel erreicht :)

Der Greenway Chair bietet nicht gerade die anspruchsvollste Piste. Aber um die etwas verrosteten Ski- und Snowboardkünste wieder etwas aufzufrischen, reicht es allemal :)

Nov 6, 2016

Abenteuer, pur

Es war wieder einer dieser trüben Tage, wo das fiese Regenwetter stur im Lynn Valley hängenbleibt. Der regelmässige Leser dieses Blogs weiss ja schon ungefähr, was jetzt kommt: raus aus der warmen Stube. Vancouver bietet so viele Abenteuer - sie müssen nur "gepflückt" werden... ;)

Diesmal geht es wieder Richtung West Vancouver, genauer: zum Whytecliff Park in der Horseshoe Bay. Von früheren Picnics kannte ich noch eine "offene" Herausforderung: Es gibt da einen grossen Felsen, der nur über eine schmale Linie von grossen Steinen mit dem "Festland" verbunden ist. Je nach Ebbe/Flut befinden sich diese Steine mehr oder weniger im (oder eben: über dem) Wasser.


Wir starten also und die ersten 50 Meter sind auch kein Problem. Dann kommt eine grosse Lücke, wo die Steine tief im Wasser liegen und unsere Gummistiefel drohten zu (sinkenden) Gummibooten umfunktioniert zu werden. Ich blieb bei Jaël zurück, aber Sven hat die Herausforderung angenommen, kurzerhand die Stiefel und Socken entledigt und sich auf den (nassen) Weg gemacht.


Geschafft! :) Die aufmerksame Küstenwache beruhigt und abgewimmelt (im Hintergrund im Zodiac) und gerade noch vor den grossen Wellen der Fähre (ebenfalls im Hintergrund) wieder trockenen Boden erreicht.


Belohnt wird das gelungene Abenteuer mit Süssigkeiten im Dundarave Village (und einem feinen Latte und einer Rhabarber Tarte vom Bakehouse für Papa und Mamma). Ziel wieder einmal erreicht! :)

Nov 3, 2016

Klassischer Sonntagnachmittag Regenspaziergang

Dundarave Village, West Vancouver

Nach einem ausgiebigen Sonntag-Morgen-Brunch, zwei drei Runden Tutto spielen, zuviel Kaffee trinken und langsam ungeduldig werdenden Kids (nachdem sie zwei Stunden vergnügt und super ruhig Lego gespielt haben) heisst es: raus aus der warmen Stube. Wetter? Egal! Volle Montur, mit Regenhosen und -jacke, Gummistiefeln, Kapuze. Ziel? Frische Luft schnappen, ohne dass es nach einer "strengen" Wanderung riecht. Ort? Beach in West Vancouver. Was? Den Nach-einem-Sturm-und-hohen-Wellen-sehr-weichen-Sandstrand umwühlen und Sea Glass sammeln. Das sind in allen Farben leuchtende, vom Salzwasser und Sand abgeschliffene Glasscherben. Nach einer Stunde kehren wir durchnässt, unterkühlt, aber sehr glücklich über unsere gefundenen Schätze wieder heim. Ziel erreicht :)


Oct 31, 2016

Gruseliges, schönes Halloween

Ihr kennt uns ja: bisher waren wir nicht gerade bekannt dafür, ausgiebig Halloween zu feiern...

Darum hat es dann auch ein klein bisschen Überwindung gekostet: Denn wir waren zu einer Halloween Party bei Freunden eingeladen und wir wussten (noch) nicht so genau, wie die Kanadier Halloween feiern. Schliesslich haben wir uns dann doch alle mit viel Farbe und künstlichem Blut geschminkt und verkleidet. Die Kinder hatten extra Kostüme erhalten und die Erwachsenen haben halt etwas improvisiert ;) Wir waren auf jeden Fall auf der sicheren Seite...

Nach einem kleinen Apéro und bei einbrechender Dämmerung ging es dann raus auf die Strasse: Gefühlt halb North Vancouver war in dem Quartier unterwegs - es waren Dutzende von Familien. Wir haben vermutlich die "beste" Strasse erwischt: Alle Häuser waren ebenfalls "geschminkt", beleuchtet und auf gruselig getrimmt. Die Kinder konnten aber sorglos ihre Süssigkeiten erkämpfen: richtiges Trick-or-treating, halt. Und diejenigen Bewohner, die nicht mitmachen wollten, haben vorsorglich einen Vorrat Süssigkeiten vor dem Haus postiert. Self service. Es war ein super schöner Abend für uns alle. Schlussendlich kamen die Kids mit einem Jahres-Vorrat an Süssigkeiten heim. Leider. Die nächsten Wochen werden sicher anstrengend, um die Kinder vom Zucker-Rausch (etwas) fernzuhalten.

Sven kommt als Geist mit der "Scream" Maske. Papa kommt als Bike Zombie...
Nachtrag: Schliesslich sind wir froh wieder zu Hause zu sein und die Farbe vom Gesicht runter waschen zu können. Das Zeugs hat zu enorm zu jucken angefangen. Noch am nächsten Morgen hatte ich etwas rote Hautreizungen. Aber ein schönes Erlebnis war es alle mal... :)

Oct 15, 2016

Warten auf den Sturm

Seit Tagen warten wir auf den ominösen Herbst-Sturm Nummer 3. Nummer 1 und 2, die bereits am Donnerstag und Freitag zusammen mit kräftigem Regen auf Land trafen, waren nicht annähernd so stark wie dauernd von den Meteorologen und Medien angekündet. Nun melden die News für diese Nacht zerstörerische Winde bis 100 km/h. Warten wir mal ab...

In Deep Cove braut sich "etwas" zusammen...
Das Auge des Sturms Nummer 3 befindet sich kurz vor Vancouver Island und bewegt sich unaufhaltsam Richtung Westen

Oct 10, 2016

Steveston

Am kanadischen Thanksgiving Day besuchten wir dieses kleine Fischerdorf in Richmond südlich von Vancouver. Steveston, gerade bei bei der Einmündung des Fraser River ins Meer gelegen, hat(-te) eine lange Tradition in der Verarbeitung von Lachs, ist heute aber bekannter als nahes Ausflugsziel. In der Gulf of Georgia Cannery fliessen nur noch Besucherströme entlang der alten, stillgelegten Abfüllanlagen (und keine Lachse mehr). In Vancouver hat die Steveston Pizzeria wegen der $850 teuren Seenay Pizza einen legendären Ruf erhalten (laut eines Angestellten wird diese Pizza durchschnittlich etwa einmal im Monat bestellt). Wir haben uns dann doch für die traditionellen (und günstigeren) Fish&Chips bei Pajo's entschieden und dazu einen feinen Coleslaw Salat geschlemmt.

Bekannter ist der Hafen für den Direktverkauf von Lachs und Thon. Der Lachs wird für $15 das Kilo direkt von den Fischern wortgewandt und direkt von den Schiffen aus verkauft. Die Schilder preisen den Fisch als in Sushi-Qualität an. Soweit, dass wir unser Sushi selber machen, sind wir noch nicht. Aber geniessen tun wir es alleweil... (und das nicht zu selten - aber das ist dann eine andere Story wert)
Der Fisherman’s Wharf mit den unzähligen Fischkuttern - ein bisschen wie in Forrest Gump, nur, dass hier Lachs und Thon gefischt werden ;)

Oct 6, 2016

Grizzly

Nicht nur die Stadt-Berner haben ihre Bärenmutzen, auch wir Vancouverites haben unsere Grizzlies. Nicht ganz so zentral gelegen, wie im Bärenpark, dafür natürlich eingebettet auf dem Grouse Mountain leben die beiden Bären-Waisen Grinder und Coola. Obwohl nicht sehr freundlich für die Tiere: wir Zweibeiner sollten dankbar sein für den Zaun zwischen uns. So kuschlig und knuddelig die Bären auch ausschauen - eine direkte Begegnung, quasi von Auge zu Auge, wünsche ich mir trotzdem nicht. Natürlich gibt es jeweils das volle Programm mit dem interaktiven Ranger Talk ;)


Oct 1, 2016

Sightseeing in Vancouver

Nach zweifachem Besuch aus der Schweiz und Deutschland sind wir nun schon fast Experten für Sightseeing Touren in Vancouver ;) Wir können die Photo-Tour bieten (auch bei Nacht und je nach Jahreszeit inklusive Feuerwerk), die Food-Tour (inklusive unseren Indisch-, Vietnamesisch-, Chinesisch- und Japanisch-Favoriten, den zahlreichen Food-Trucks in der Innenstadt mit all den leckeren Chicken-Wraps, Thai-Gerichten und Shawarma Platten und meinen Lieblings-Burgern von Five Guys), die Bier-Tour (inklusive "Besuch" zahlloser Tasting-Rooms bei lokalen Micro-Brauereien: Off The Rail, Bomber und Powell Street), die Natur-Tour (inklusive Regenwald, schaukelnden Hängebrücke, Canyons mit Cliff-Jumps, stillen Seen und rauschenden Wasserfällen), die Velo-Tour (wahlfrei die Mountainbike-Tour mit den weltbesten Trails an der legendären North Shore, Squamish oder Whistler oder die Stanley-Park-Tour in Vancouver) und schlussendlich die Beach-Tour (inklusive Leuchtturm in West Vancouver und goldener Sonnenuntergänge am Meer).

Also, liebe zukünftige Besucher: ihr könnt euch schon mal auf spannende Touren gefasst machen. Das Angebot wird laufend erweitert. Saisonal bedingt nehmen wir nun auch die Regen-Tour ins Programm auf ;)

Unterwegs auf der Natur-Tour: Mit Jannis bei den Shannon Falls in Squamish

Sep 25, 2016

Salmon und Fischen

Vor kurzem konnten wir von Bekannten einen fast 4kg schweren, am gleichen Tag in Squamish frisch gefangenen Lachs für $20 kaufen. Da wir nicht so geübt mit Reinigen und Filetieren waren, holten wir uns etwas Hilfe von Nachbarin Rhona (mit ihren superscharfen japanischen Messern) und YouTube.

Nach viel Arbeit, neu Gelerntem - Jaël half super mit dem Entfernen der grossen Gräte mit Hilfe einer Zange - und einigem Fischabfall war es soweit: wir hatten zwei wunderbare, grosse Filets. Das eine wurde gleich auf dem Grill zart-rosa und sehr schmackhaft gebraten und anschliessend mit Genuss von der ganzen Familie verspiesen, während das andere im Gefrierfach auf das gleiche Schicksal wartet...

Nach dem Entfernen der Schuppen kommt der nächste Schritt, die Filetierung
Sven liegt uns schon lange in den Ohren wegen dem Fischen: während unserer Ranch Ferien haben wir zu seiner grossen Freude einen Abstecher zum Fawn Lake gemacht und mit Bryan (einem weiteren Schweizer Auswanderer) einen Nachmittag mit elektro-betriebenen Böötchen und Fischen verbracht. Gefangen haben wir leider nur einen kleinen Fisch... Aber eine gute Erfahrung war es alle mal. Ich bin gespannt und nehme an, dass Sven schon bald seine eigene Fischer-Ausrüstung haben wird :)

Jaël mit unserem "Fang", dem wir gleich wieder die Freiheit geschenkt haben.

Sven und Bryan machen ihr Boot bereit. Der Fawn Lake, aber auch die zahllosen weiteren Seen in der Cariboo Gegend, wie der etwas grössere Sheridan Lake, sind super beliebt bei den Fischern. Vor allem auch, weil viele Resorts Camping-Plätze und Cabins direkt am Seeufer vermieten.

Sep 5, 2016

Natur pur

Auch nach fast acht Monaten in Vancouver bin ich immer noch begeistert von der Vielfalt, die mir diese Stadt bietet: Im einen Moment noch schaue ich während dem Mittagessen im Büro von der Terrasse im 17ten Stockwerk in die Stadt, mit all den Hochhäusern und Strassenschluchten.


Während ich im nächsten Moment (und wirklich nur 30 Minuten von der Stadt, resp. 5 Minuten von zu Hause entfernt) schon in der völlig unberührten Natur und einer anderen Art Schlucht sein kann: Der Lynn Canyon ist so rau und wild wie die Verzasca im Tessin aber so nah wie die Cholerenschlucht zu Thun (nur dass Vancouver schon etwas grösser ist...).



Aug 30, 2016

Cowboy Ferien auf der Ranch

Ich verbrachte eine Woche Ferien mit den Kids - unterwegs, im Tipi, auf einer Guest Ranch und in einer Blockhütte. Währenddessen Verena eine Kids-free Woche in Vancouver geniessen durfte :)

Drei Tage verbrachten wir direkt am Green Lake, genauer auf der Flying U Ranch. Schon im 2010 verbrachten wir eine Nacht auf der gegenüber liegenden Seite des Sees. Und auch diesmal gefiel mir diese Cariboo Gegend äusserst gut! Hier ein paar Impressionen:

Unser Cabin auf der Flying U Ranch - direkt am Green Lake gelegen

Viele Pferde bewegen sich frei auf der grossen Wiese, tummeln und grasen zwischen den Cabins. Die schwarzen Pferde werden nicht zum Reiten benutzt - Dafür freuen sich die kleinen und grossen Kinder umso mehr auf den Hayride.

Jaël am "Steuer" - unter der strengen Aufsicht von Wrangler Steve

Sven auf BooBoo geniesst das spezielle Bad im Green Lake 



Die über 110 Pferde verbringen die Nächte draussen auf der Weide. Sommers und Winters - auch bei minus Temperaturen und Schnee. Ein speziell dickes Winterfell und viel Trockenfutter (Heu) helfen warm zu halten. Zwischen 300 und 400 Tonnen Heu werden im Winter den Pferden verfüttert. 

Steve in Action - im vollen Galopp treibt er die Pferde nach draussen


Für die einen nach dem feinen gekochten Frühstück mit Eiern, Speck, Rösti und Toast (und vor dem Ausritt) - für die anderen während dem Frühstück (mit Gras) mit speziellen Zuschauern

Richtig stylishe Cowboy resp. Cowgirl Boots gehören einfach dazu. Natürlich auch der entsprechende Hut (ebenfalls vorhanden, aber nicht auf dem Bild). Die Boots eignen sich übrigens auch hervorragend, um Pferdeäpfel zu verteilen (Tipp und Demonstration von Wrangler Steve) ;)

BooBoo ist immer etwas nervös und am tänzeln. Sven muss ihm den Meister zeigen - hat ihn aber im Griff. Warum da eine Socke aus den Boots schaut? Die Jungs dachten die Boots müssten bis oben hin "gestopft" werden... (No comment)

Jaël mit Lieblingspferd Louie

Ausritt mit Hilfe vom anderen Steve (unserer "Krankenschwester" aus Hawaii). Nach dem Mittag benötigen die Pferde einen Extra-Kick und viel Überredungskunst, um die Ranch für einen kleinen Nachmittags-Ausritt zu verlassen. 

Auch während dem Fototermin: Mein Pferd Luna wie immer am snacken - kaum stoppen wir kurz, wird sofort nach dem nächsten grünen Grasshalm Ausschau gehalten


Auf dem Weg zum Round Lake... 

... beim Round Lake angekommen (und wie gesagt: die Pferde sofort wieder am snacken)



Den Rückweg zur Ranch finden die Pferde selber. Auch benötigen sie keinen Extra-Kick mehr: die Ranch (und die anderen 4-hufigen Buddies) weisen eine so starke Anziehungskraft auf, dass man die Pferde überhaupt nicht mehr antreiben muss

Unterwegs mit Steve auf dem wunderschönen Pony Trail - inmitten der Aspen Trees. Unterwegs treffen wir auf einen jungen Hirsch, der uns gar nicht verwundert anschaut und erst nach einer Weile Platz macht (natürlich zu Gunsten von uns, so dass wir den prächtigen Anblick länger geniessen können)

Wir machen uns bereit für einen abendlichen Ausflug mit Besitzer John und zwei seiner Pickup Trucks

Ziel ist es, den Sonnenuntergang am Lost Lake zu geniessen

Morgenstimmung auf der Ranch... 

Noch mehr Aspen Trees am Round Lake - ich habe meine Pferdedame Luna alleine ausgeritten, da die Kinder etwas "müde" waren (resp. mit den neuen Kollegen spielen wollten). Es ist das erste Mal, dass ich im Galopp unterwegs bin - ein sehr schönes Gefühl. Tags darauf wollten dann Sven und Jaël ihre Pferde ebenfalls im Galopp über die Prärie treiben.

Jaël hilft Steve mit seinem Pferd Rex

Sven ist bereit für das Schwimmen mit Pferd BooBoo

Ausritt mit Tara, Kieran und Rylan. Auf dem Rückweg haben wir diese Wiese ausgenutzt, um (erfolgreich) den Galopp zu üben. Wir kamen über-stolz und mit einem breiten Lachen zurück auf die Ranch!!!

Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Gegend mag??? ;) 

Sven hatte die "exklusive" Ehre auf Ally's Pferd aufzusteigen. Wieder einmal haben es unsere Kinder geschafft, die Herzen aller Mitarbeiter und Gäste zu erweichen: Jaël hat den John Wayne Award erhalten. Für den Mut, den sie aufbrachte, um erneut auf Louie zu reiten, nachdem er am ersten Tag etwas bockig war und die Ranch nicht verlassen wollte. Wrangler Steve, ansonsten sehr streng (aber mit seeehr grossem Herzen), offeriert Jaël nicht nur einen Cowboy Hug und deckt uns zum Abschied noch mit unzähligen Hufeisen und der Flying U Band CD ein.

Auch Teil unserer Ferienwoche war eine Übernachtung im Tipi...

... und haufenweise über dem Lagerfeuer gold-braun (und manchmal auf stark schwarz) gebrätelte Marshmallows