Dec 18, 2016

Frozen

Eines Sonntagnachmittags, Verena und ich nahmen eine kurze Auszeit und machten einen gemeinsamen Spaziergang im Lynn Headwaters Park, sahen wir einige Leute mit Schlittschuhen unter den Armen, wo es doch hier in der Nähe überhaupt keine Eisbahn gab. Dachten wir jedenfalls. Wir zählten 1 und 1 zusammen und kamen zum Schluss, dass der nahe Rice Lake gefroren war. Wir änderten kurzerhand die Route und machten en Abstecher zum See. Und tatsächlich, der See war mit einer dicken Schicht Eis (und ein paar Zentimeter Schnee) überzogen.


Es war schon Nachmittag und wir rechneten kurz wie lange es noch hell sein würde und checkten auch die Wettervorhersage: Für den nächsten Tag war Regen angesagt und die Kinder hatten sowieso noch Schule. Wir rechneten aus, dass es gleichentags noch für ein kurzes Abenteuer reichen sollte. So kürzten wir den Weg ab und gingen geradewegs zurück nach Hause. Sven und Jaël waren sehr beschäftigt, von meiner Idee total überwältigt und hatten null Bock das Haus (nochmals) zu verlassen, nachdem sie schon den halben Tag mit Schlitteln verbracht hatten! Da beide Kinder noch nie auf einem gefrorenen See gestanden hatten (Papa übrigens auch nicht), kamen noch Ur-Ängste auf und Argumente, dass schon viele Kinder ertrunken seien. Schliesslich, dank der Hilfe und grandiosen Geduld von Mutter Verena, schafften wir es doch noch die Kinder zu überzeugen und erneut in Skimontur zu kleiden.

Einmal beim See angekommen und die Schlittschuhe an den Füssen, war der Ärger verflogen und wir alle (!) genossen das neue, einzigartige Abenteuer.

Jaël auf einem verlassenen Hockey Feld. Mehrere Teams spielten gegeneinander auf improvisierten Feldern und mussten permanent aufpassen, dass der Puck nicht im tiefen Schnee verschwand.

Es war ein unglaublich schönes Erlebnis, um die kleinen Baumgruppen zu kurven, die sommers als Inseln unerreichbar sind. Auch konnte man einmal so richtig Gas geben und für mehrere hundert Meter mit vollem Tempo einfach geradeaus skaten...

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