…ist manchmal gar nicht so einfach. Wir nehmen es uns immer wieder vor. Richtig? Aber wie oft fallen wir automatisch in alte Muster zurück… Gerade kürzlich, als ich an einem Recruiting Event in Seoul teilnahm, bin ich wieder einige Male hart auf die Probe gestellt worden. Es war mein erster Besuch in Asien. Und dementsprechend viele Vorurteile hatte ich im Gepäck. Vielleicht war es einfach auch nur Unwissenheit. Aber das ist ok. Offen sein für Neues!
Auf dem Event habe ich Tony kennengelernt. Einen etwa 10 Jahre älteren Software Engineer und Firmenkollegen aus Seattle. Und er hat uns allen mit seiner positiven Einstellung und natürlichen Neugierde gelehrt, was es heisst offen für Neues zu sein. Ihm habe ich es zu einem grossen Anteil zu verdanken, dass ich wunderbare Erinnerungen an Südkorea mit nach Hause nehmen durfte. Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht unbedingt gerne auf der Bühne und im Rampenlicht stehe. Und auch beim Seafood stehe ich nicht zuvorderst in der Schlange. Dank Tony habe ich nun diese Asien-typische Karaoke Erfahrung gemacht. Eigentlich wollte ich einfach etwas Clubben gehen (wäre ja zu einfach gewesen in der Menge unterzutauchen). Aber er hat nicht locker gelassen und so sangen wir aus voller Kehle für geschlagene drei Stunden ein Lied nach dem anderen bis in die frühen Morgenstunden und bis wir heiser wurden.
Auch beim Essen hat er nicht locker gelassen: Von rohem Krabbenfleisch direkt aus der Schale bis zu nicht eindeutig identifizierten Speisen, Tony hat alles versucht - und geliebt. Ok, ich bin nicht ganz sicher, ob die Schale wirklich zum Verzehr gedacht war. Wie auch immer… Tony hat mir gezeigt, dass Neugierde eine Lebenseinstellung ist und nichts mit dem Alter zu tun hat.
Themawechsel. Wir hatten die Ehre mit Weasenbeurgers den Canada Day zu feiern und ein drei Tage auf ihrem Boot zu verbringen. Der Canada Day ist für Kanadier etwa gleich bedeutend wie unser 1. August. Dementsprechend geehrt fühlten wir uns.
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| Aussicht vom höchsten Punkt auf Keats Island |
Marina in West Vancouver
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| Unser Zuhause für nächsten drei Tage |
Keats Island
Ein Paradies für die Kinder. Sie können sich selber Schritt für Schritt an Neues herantasten (und ich muss zugeben Standup Padeln sieht leichter aus, als es ist - vor allem mit Wellen ist das Brett ziemlich wackelig). Und auch ein Paradies für die Eltern (denn die Kinder können gefahrlos die Insel entdecken und erobern).
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| Wir feiern Canada Day in einer wunderschönen Umgebung! |
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| Hike zum "Highest Peak" auf 220m über Meer. Auf der 6 km2 kleinen Insel fühlt man sich wie Robinson Crusoe |
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Wir ankern in der gut geschützten Plumper Cove. Laut Karte soll es auf der Insel eine Strasse geben. Wir haben nichts davon mitgekriegt.
Segeln im Howe Sound
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Gambier Island
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| Familienleben auf dem Boot mit einer gemütlichen Runde Spielen |
Krabbenfang
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| Mit einem toten Fischkopf konnten wir über Nacht fünf Krabben "anlocken". |
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| Zwei davon waren genügend gross. |
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| Sven lernt von Scott die richtige Technik, wie die Krabbe zu halten (und zu töten) ist |
Zurück zum Offen sein: Sven konnte seine erste Krabbe selber fangen, zubereiten und frisch verspeisen. Es war wie ein Festmahl und wir alle haben es sehr genossen. Und frisch zubereitet riechen die Dinger auch überhaupt nicht!
Und ich bin über meinen Schatten gesprungen und habe alle diese verrückten koreanischen Speisen versucht. Inklusive roher Krabbe, stinkendem getrocknetem Fisch, gegrillten Garnelen und Oktopusarmen. So geht das... :)