Feb 20, 2016

Bei Null anfangen (zum Zweiten)

Und es geht weiter mit: bei Null anfangen...

Dank der grosszügigen Unterstützung meines neuen Arbeitgebers, stand am Flughafen bereits ein Mietwagen und in North Vancouver eine temporäre (und möblierte) Wohnung bereit. Wir wussten ja im voraus, dass es etwas spät werden würde. Und trotzdem waren wir sehr dankbar, als wir dann glücklich und müde in die Betten fallen konnten.

Gleich am folgenden Tag nach der Einreise, ging es los mit Neu-Organisieren: beispielsweise haben wir (als Ausländer und Neuzuzüger!) ohne Probleme neue Bankkonten und Kreditkarten erhalten. Glücklicherweise. Denn die eine Spar & Leihkasse in der Schweiz wollte uns nicht mehr als Kunden bedienen, sobald wir eine Auslandadresse haben.

Auch mit der Wohnungssuche ging es gleich los: Maria, unsere "Destination Consultant" führte uns durch die unterschiedlichen Nachbarschaften von North Vancouver. Gleich vom Meer aus führt die Lonsdale Avenue stetig und teilweise recht steil den Hügel hinauf. Die Aussicht auf die verschneiten Berge ist phänomenal: Gleich hinter der Stadt gibt es die drei Skiresorts Cypress, Grouse und Seymour.

Warum wir eigentlich so fixiert auf North Vancouver sind? Ganz einfach: die Schule befindet sich hier. North Vancouver ist eine eigene Stadt und gehört nicht zum Stadtgebiet von Vancouver. Allerdings sind die öV Verbindungen zwischen North Vancouver und Vancouver so gut, dass Pendeln problemlos möglich ist. Beispielsweise mit dem SeaBus, einer Personenfähre die nur ca. 12 Minuten für die Überfahrt über den Meeresarm (den Vancouver Harbour) nördlich von Downtown benötigt.

Feb 17, 2016

Get to know "everything" - oder - wirklich bei Null anfangen

Die Frage ist, wo den "Null" anfängt? In unserem Fall bereits am Flughafen Zürich: wir checken mit einem One-Way Ticket ein, ohne dass wir zu diesem Zeitpunkt in Besitz eines Visums sind. Das macht einen natürlich mächtig verdächtig. Schlussendlich gelangen wir doch noch ins Flugzeug nach London...

Heathrow ist ja nicht gerade mein Lieblingsflughafen - diesmal haben wir wenigstens genügend Zeit zum Umsteigen. Zeitdruck wird bekannterweise von Jaël nicht besonders geliebt. Zu allem Schreck gibt's dann noch Feueralarm und wir müssen die Halle räumen. Aber auch dies schaffen wir...

Der Flug nach Vancouver vergeht im Fluge - oder so gut es halt geht eingeklemmt zwischen zwei Kindern, welche das Unterhaltungs-Programm ausreizen, bis das ganze System neu gebootet werden muss (zugegeben, es muss keine Kausalität dazwischen geben).

Eigentlich wollte ich mit der Immigration beginnen - eben, eine Definition wo Null beginnt. Denn dies war wirklich die grosse Unbekannte: kriegen wir eine Arbeitserlaubnis? Haben wir alle notwendigen Dokumente beisammen? Sind wir genügend qualifiziert? Denn, ein Zurück wie bei "Auf und davon", als die eine Nach-Kanada-Auswanderer-Familie die ganze Dokumentenmappe nochmals neu einreichen musste, kam in unserem Fall nicht in Frage.

Machen wir es kurz: nach zwei Stunden Wartezeit vor dem Schalter haben wir die nötigen Work Permits und Visitor Records erhalten :-)

Nun noch die Koffer vom Gepäckband holen und wir sind drin.

Feb 16, 2016

Wie wenig man doch seine eigene Heimat kennt

Insgesamt haben wir etwas mehr als acht Jahre in der Stadt Bern gelebt. Natürlich kannten wir uns im Kirchenfeld und den anliegenden Quartieren am Besten aus. Aber auch der Breitsch und die Länggasse waren uns nicht fremd...

Und trotzdem gibt es etwas, was man als "Einwohner" in der Regel überhaupt nicht von innen kennenlernt: die Hotels der Stadt.

Nun hatten wir bei unserer Abreise nochmals die Gelegenheit in einem Stadtberner Hotel zu übernachten und dieses etwas besser kennenzulernen: das Landhaus beim Bärengraben.

Zugegeben: unsere Kriterien bei der Wahl der Hotels waren eher die zentrale Lage und der vernünftige Preis für ein 4er Zimmer. Aber wir wurden nicht enttäuscht! Im Gegenteil: Das Hotel stellte sich als "hidden gem" (oder zu gut Deutsch: verstecktes Kleinod) heraus. Das Kajütenbett war ganz nach dem Geschmack von Sven und Jaël.

Aber vor allem die Betreuung der Gastgeber war phänomenal. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Schade, dass wir nur eine Nacht bleiben konnten... Ich bin jedoch sicher, dass wir bei einem zukünftigen Schweiz-Besuch zurückkommen werden.

Dies noch zum Schluss: Wir waren dann beim Frühstück doch etwas überrascht, als an den anderen Tischen rund herum Berndeutsch gesprochen wurde. Das Hotel hat sich also auch bei den Locals Stammgäste gemacht :-)

Feb 2, 2016

The Big Move - oder - die schmale Strasse und der grosse Truck

Die Spannung war gross: bereits Tage im Voraus wurden Parkverbotstafeln aufgestellt. Nur einige Wenige waren eingeweiht. Dann am Dienstagnachmittag kam "er" endlich: der 40 Fuss Container auf dem grossen LKW. 140 Kisten wurden verladen. Offene Fragen der Nachbarschaft beantwortet und Klarheit verschafft: Nach Kanada geht es. Vancouver, BC um genauer zu sein. Mit Sack und Pack...



Der Container geht nun zuerst auf die lange Reise. Aber wir kommen nach - und schreiben darüber...



Wie schwierig es ist, die "genauen" Packmasse zu schätzen, zeigt sich an Hand dieser Anekdote:
Die "pre-move survey" vor Ort im Hause ergab, dass ein grosser Container, eben der 40 Füsser, notwendig sei, um alle Möbel zu verladen. Zum Netto-Volumen komme ja noch ganz viel Verpackung und Polsterung dazu. Schlussendlich war der Container halb leer. Ganze 6 Meter. Da verdient wohl jemand am Volumen... ;-)