May 23, 2016

99 Tage Vancouver

Hier mal ein Bilder-lastiger Eintrag von der Ankunft in Vancouver bis zum heutigen Tag:

Ausflüge

SeaBus, Downtown, Canada Place, Coal Harbor, Stanley Park, Lost Lagoon







 

Grouse Mountain - unser neuer Hausberg

After-work Picknick und Badespass im Cates Park bei Deep Cove


Dundarave Beach in West Vancouver



Regen-Spaziergang im Lynn Headwaters Park

Quarry Rock bei Deep Cove


Quality-Time mit Verena auf dem Sprit Trail - mit feinem Kaffee & Dessert von Thomas Haas



Lighthouse Park in West Vancouver (unser absoluter Favorit)






Schaukel im Mosquito Creek Park



Einrichten

Jaël in den Schluchten von IKEA

Auspacken zu Hause:

Möbel, Bilder, Sound und Deko installiert: langsam wird es etwas "heimelig" in der guten Stube...

Freizeit

Übungsstunde zu Hause:

Die Jungmannschaft mit ihren Bikes:

 Freeriden an Mt. Fromme mit dem neuen Capra:

Seymour Saturday Shuttle Event mit Endless Biking an Mt. Seymour:

Basteln

Jaël's 3rd Grade Shelter Project:

Beim Basteln zu Hause :-)

Das Resultat unseres Batik-Workshops:

Arbeit

Erster Arbeitstag im Telus Garden Gebäude:


Aussicht von unserem Sitzungszimmer in 12. Stock

Späte Heimfahrt von der Arbeit: Aussicht vom Cambridge Park Richtung West Vancouver:

Aussicht von der 2nd Narrows Bridge Richtung Downtown:

Team Ausflug & Boat Party mit Sunset beim Lighthouse Park:

False Creek zwischen Granville Island und Downtown:



May 19, 2016

Real Canadian Breakfast

Der Wunsch kam nicht von mir. Ganz ehrlich. Meine geliebte Partnerin wollte (ganz ungewöhnlich) Bacon & Eggs zum Muttertag. Und die Kinder haben sich Pancakes gewünscht. Mit Nutella, versteht sich :-)

Wie konnte ich da widersprechen. Wo ich doch diesen Brunch selber liebe... Also, ab in die Küche:


Allerdings habe ich die Nutella durch Maple Syrup ersetzt. Was auch ganz gut schmeckt ;-)

Das Essen war sicher nicht so gesund wie bei einem Haueter-Frühstück und die Auswahl nicht so reichhaltig wie bei einem Silleren-Brunch. Aber fein war's und wir alle zufrieden und satt für einen ganzen Tag :-)

May 7, 2016

Mal was anderes...

Ich hab jetzt schon zu einigen Themen geschrieben und es gäbe noch so viel mehr zu erzählen. Wirklich! Ich könnte über den Verkehr berichten, Recycling, noch mehr über's Essen oder Bikeberichte. Hmm... Vielleicht ein anderes Mal. Aber heute kommt mal was ganz anderes:
Warum so viele Leute nach Vancouver kommen (und nicht mehr zurück gehen).

Und dies soll nicht einfach ein "10 Reasons to Move to Vancouver" Blogpost sein. Denn davon gibt es genügend... ;-)

Eine der Fragen, die uns sehr oft gestellt wird, ist: "In der Schweiz (Sweden, right?) ist es doch so schön. Warum verlässt ihr diesen vertrauten, sicheren Platz und kommt ausgerechnet nach Vancouver?". Natürlich haben wir unsere Gründe: ein tolles Job-Angebot, die englische Sprache, eine andere Kultur, die aufregende & vibrierende Stadt, viele tolle Biketrails usw.

Ich hab dann angefangen zurückzufragen, warum denn sie nach Vancouver gekommen sind und nach Jahren immer noch hier leben.

Ich will es nicht technisch machen, aber es gibt einen grossen Unterschied zwischen (1) Kanadiern und (2) Immigranten.

(1) Wir haben bisher echt sehr wenige Kanadier kennen gelernt, welche in Vancouver aufgewachsen sind und ihr Leben hier verbracht haben. Ok, da gibt es Ryan, unseren Property Manager und Paul unseren direkten Nachbarn. Und ein paar Leute in der Firma... Aber die meisten Kanadier, die ich kennengelernt habe, kommen aus Alberta oder Ontario und wollen einfach ein angenehmeres Klima. Die Winter dort müssen anscheinend ganz unangenehm kalt sein. Da ist Vancouver ein richtiger inner-kanadischer Lichtblick. Trotz der intensiven Regenzeit zwischen November und März. Aber das Wetter kann doch noch nicht der alleinige Grund sein, um Familie und Freunde zurückzulassen, oder?

(2) Und dann kommen eben alle anderen Nationen und Ethnien: viele Briten, Asiaten und Russen. Aber interessanterweise relativ wenige Zentraleuropäer. Das wurde mir übrigens auch von unserem HR bestätigt: Deutsche, Schweizer und Franzosen lassen sich kaum zu einem Umzug bewegen. Das muss wohl mit dem hohen Lebensstandard, guten Jobs, der Sicherheit in den Ursprungsländern und der Zufriedenheit in ihrer Heimat zusammenhängen. Briten haben es hier ganz sicher schon mal der Sprache wegen etwas einfacher. Aber sonst? Ist es der hohe Lebensstandard? Eine boomende City?

[Klammer auf: Ok, jetzt wir schon fast bei den "10 Besten Gründen...". Klammer zu]

Ganz unabhängig von der Herkunft beklagen sich die meisten Leute, dass es hier generell zu teuer sei (Wohnungen, Essen, Autoversicherung, Rückflüge in die Heimat, ...). Aber trotzdem scheint man diese finanzielle Hürde meistern (oder einfach akzeptieren?) zu können. Sicher ist auch, dass die Mentalität der Leute nicht ganz so offen und locker ist wie in - sagen wir mal - Südkalifornien. Wenn man sich dann mal etwas besser kennt, wird das Klima auch viel kollegialer und entspannter. Aber spontane Einladungen zu Nachtessen bei Erstkontakten gibt es hier definitiv seltener als im warmen Süden ;-)

Aber es muss doch noch weitere, persönlichere Gründe geben, dass die Leute bleiben, oder? Beispielsweise Jan, vom Büro, ist alleine von Südafrika zum Studieren nach Vancouver gekommen - und geblieben. Piers aus England, mit dem ich mich ab und zu zum Biken treffe: wegen der damaligen Freundin gekommen, längst getrennt - und doch geblieben. Scott, ein Waldorf-School-Familienvater aus Alberta, der Skifahren und Biken liebt: geblieben.

Ich kann definitiv nicht für die anderen Einwanderer sprechen. Ich denke es ist eine Mischung aus vielen einfachen Faktoren (eben die 10, 20 oder 26 Reasons...) und sehr komplexen Faktoren wie Freundschaft, Beziehungen und Familie welche insgesamt den Ausschlag geben, warum es sich lohnt hier zu bleiben. Respektive die Hürde zu gross ist, zurückzukehren. Oder ist es ganz einfach das Wohlsein und die Bequemlichkeit, welche nach einer gewissen Zeit Einzug hält?

Ich muss diesen Post leider mit vielen unbeantworteten Fragen beenden. Denn wir sind definitiv noch zu neu hier. Alles ist immer noch so "excited". Da kommen noch keine Gedanken an eine Rückkehr...

Und ich wiederhole mich: Warten wir mal ab. Vielleicht ändern sich meine Meinung und meine Gewohnheiten wieder ;-)

PS: Falls wir in 1 oder 2 Jahren immer noch in Vancouver leben, erinnert mich doch bitte daran, diese Frage aus einer persönlichen Perspektive zu beantworten :-)